Schlagwort: Stellen

  • Lufthansa streicht 4.000 Stellen in der Verwaltung

    Die Deutsche Lufthansa AG hat angekündigt, bis zum Jahr 2030 rund 4.000 Stellen in der Verwaltung abzubauen. Nach Unternehmensangaben betrifft dies in erster Linie den Standort Frankfurt, der als Konzernsitz und wichtigster Drehkreuzflughafen des Unternehmens gilt. Hintergrund ist die geplante Umstrukturierung im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung, die Effizienzgewinne ermöglichen und gleichzeitig die Kosten deutlich reduzieren soll.

    Wie ZDF heute berichtet, sieht die Airline die Zukunft ihrer Verwaltungsprozesse zunehmend in automatisierten Abläufen, digitalen Plattformen und einer stärkeren Nutzung von Technologie im Backoffice-Bereich. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit auf einem hart umkämpften internationalen Markt gestärkt werden. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung hebt hervor, dass die Entscheidung vor allem für den Standort Frankfurt von großer Tragweite ist, da zahlreiche Arbeitsplätze im direkten Umfeld der Zentrale betroffen sein werden.

    Der Stellenabbau ist eingebettet in eine langfristige Strategie, die den Konzern auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten soll. Dazu gehören nicht nur steigende Kosten, sondern auch die Notwendigkeit, mit digitalen Wettbewerbern Schritt zu halten, die effizientere Prozesse und schlankere Strukturen nutzen. Lufthansa hat in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Investitionen in digitale Kundenservices, Online-Buchungssysteme und interne Prozessoptimierungen vorgenommen. Die nun angekündigte Maßnahme ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

    Für die Beschäftigten bedeutet dies eine erhebliche Veränderung, auch wenn das Unternehmen betont, dass ein Teil des Abbaus sozialverträglich gestaltet werden soll. Konkrete Programme für Umschulungen oder interne Wechselmöglichkeiten sind bisher jedoch nur in Ansätzen angekündigt. Gewerkschaften haben bereits signalisiert, die Entwicklungen kritisch begleiten zu wollen.

    Die Lufthansa reiht sich mit dieser Entscheidung in eine wachsende Zahl deutscher und internationaler Konzerne ein, die Verwaltungskapazitäten abbauen, um sich an die neuen technologischen Rahmenbedingungen anzupassen. Die Frage, wie sich diese Entwicklung langfristig auf den Arbeitsmarkt auswirkt, bleibt dabei ein zentraler Punkt der öffentlichen Diskussion.

    Weitere Informationen: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-stellenabbau-bis-2030-100.html

  • Bosch plant Abbau von 13.000 Stellen in Deutschland

    Der Automobilzulieferer Bosch hat angekündigt, bis zum Jahr 2030 etwa 13.000 zusätzliche Stellen in Deutschland zu streichen. Die Maßnahmen sollen vor allem die Geschäftsbereiche in der Sparte „Mobility“ betreffen, in denen das Unternehmen Kostenstrukturen reduzieren und Effizienzgewinne realisieren will. ZDF heute berichtet über die Vorhaben.

    Nach Angaben des Unternehmens dienen die geplanten Einschnitte der Schließung einer Kostenlücke von rund 2,5 Milliarden Euro. Bosch betont, dass die Maßnahmen unvermeidlich seien, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Konzern sieht sich einem schwierigen Umfeld gegenüber – insbesondere in der Automobilindustrie und bei globalem Wettbewerbsdruck. Handelsblatt nennt Details zur zeitlichen Staffelung und zu betroffenen Standorten.

    Der Abbau erstreckt sich über mehrere Jahre und betrifft vorrangig deutsche Standorte, darunter in Baden-Württemberg und im Saarland. Bosch hatte bereits in vorangegangenen Jahren mehrere Tausend Stellen abgebaut, und der jetzige Schritt hebt das Sparprogramm auf ein deutlich höheres Niveau. ZDF heute erläutert, dass die IG Metall bereits Gegenmaßnahmen angekündigt hat.

    Die Entscheidung gilt als Teil eines übergeordneten Effizienzprogramms, das Bosch weiter ausbauen möchte. Im Fokus stehen insbesondere strukturelle Anpassungen, Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Der Konzern strebt an, die Belastungen für Beschäftigte durch Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretungen zu begrenzen.

    Weitere Informationen: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autozulieferer-bosch-streicht-weitere-13000-stellen-in-deutschland/100157423.html

  • Siemens kündigt Abbau von 5.600 Stellen an

    Der Technologiekonzern Siemens hat Mitte März bekannt gegeben, dass weltweit rund 5.600 Arbeitsplätze gestrichen werden. Besonders betroffen ist der Bereich Digital Industries, der zu den wichtigsten Wachstumssparten des Unternehmens gehört. Nach Informationen von Reuters entfallen etwa 2.600 Stellen auf Standorte in Deutschland, was die Entscheidung auch aus nationaler Perspektive besonders relevant macht.

    Siemens begründet den Stellenabbau mit der Notwendigkeit, Strukturen zu verschlanken und Prozesse effizienter zu gestalten. Digitalisierung und Automatisierung sollen künftig eine noch größere Rolle spielen, wodurch bestimmte Tätigkeiten in der Verwaltung und im indirekten Bereich nicht mehr in der bisherigen Form benötigt werden. Zugleich will das Unternehmen seine Investitionen in Forschung, Entwicklung und Zukunftstechnologien fortsetzen.

    Das Ziel der Maßnahmen ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und gleichzeitig die Profitabilität zu steigern. Siemens befindet sich in einem globalen Umfeld, in dem sowohl klassische Industrieunternehmen als auch neue Marktteilnehmer aus dem Technologiesektor Druck auf Margen und Geschäftsmodelle ausüben. Ein schlankerer Verwaltungsapparat gilt daher als ein notwendiger Schritt, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

    Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland kündigte Siemens Gespräche mit Arbeitnehmervertretern an. Dabei sollen sozialverträgliche Lösungen geprüft werden, unter anderem Versetzungen oder Qualifizierungsprogramme. Details zu einem möglichen Sozialplan liegen aktuell noch nicht vor.

    Der Fall Siemens zeigt, dass selbst große Konzerne mit einer traditionell starken Position im Markt verstärkt auf Kostensenkung und digitale Transformation setzen, um die eigene Zukunftsfähigkeit sicherzustellen. Der Abbau von 5.600 Stellen markiert damit einen bedeutenden Einschnitt, der nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Industriepolitik in Deutschland von Relevanz ist.

    Weitere Informationen: https://www.stern.de/wirtschaft/news/siemens-streicht-6000-stellen-in-der-sparte-digital-industries-35562748.html

  • Continental kündigt Abbau von 3.000 Stellen bis 2026 an

    Der Automobilzulieferer Continental hat offiziell mitgeteilt, dass bis Ende 2026 weltweit bis zu 3.000 weitere Stellen abgebaut werden sollen. Nach Aussagen des Unternehmens sollen rund 1.450 dieser Positionen in Deutschland wegfallen, vorrangig an Standorten in Hessen und Bayern. Besonders betroffen ist der Standort Nürnberg, der vollständig geschlossen werden soll. ZDF heute berichtet über diese Entscheidung.

    Der Stellenabbau reiht sich in eine bereits laufende Restrukturierung ein: Im Vorjahr hatte Continental bereits angekündigt, in seiner Automotive-Sparte 7.150 Stellen zu streichen, darunter 5.400 Stellen in der Verwaltung und 1.750 in der Entwicklung. Zwischenzeitlich sei dieser Abbau zu 80 bis 90 % umgesetzt worden, so dass die aktuellen Maßnahmen eine zusätzliche Welle darstellen, wie unter anderem Zeit Online und Markt und Mittelstand berichten.

    Continental gibt als Gründe unter anderem den schwächelnden Automobilmarkt, steigende Kosten und den Druck zu Effizienzsteigerung an. Bereits in früheren Meldungen wurde erwähnt, dass in der Verwaltung Kürzungen geplant sind, um die Kostenstruktur zu verbessern und die Forschungsinvestitionen neu auszurichten (FR.de).

    Die neuen Abbaupläne sind Teil eines Gesamtprogramms, mit dem Continental auf die Herausforderungen der Automobilindustrie reagieren will — inklusive Elektromobilität, schwankender Nachfrage und Wettbewerbsdruck. Für die betroffenen Standorte, Mitarbeiter und die regionalen Arbeitsmärkte könnten die Konsequenzen erheblich sein.

    Weitere Informationen: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/continental-stellenabbau-hessen-bayern-standortschliessung-100.html