Schlagwort: Automobilzulieferer

  • ZF Friedrichshafen plant bis zu 14.000 Stellenabbau in Deutschland

    Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat angekündigt, in Deutschland bis zum Jahr 2028 bis zu 14.000 Arbeitsplätze abzubauen. Die Mitteilung erfolgte im Zuge umfassender Restrukturierungspläne, mit dem Ziel, die Kosten zu senken und das Unternehmen in ein nachhaltigeres Geschäftsmodell zu überführen. ZDF heute berichtet über das Vorhaben.

    Im Rahmen dieser Ankündigung bestätigte der ZF-Vorstand, dass allein am Saarbrücker Standort voraussichtlich etwa 1.800 Stellen wegfallen sollen. Merkur zitiert ein Interview mit dem ZF-Chef, der betont, dass dieser Abbau zunächst über das Auslaufen befristeter Verträge und natürliche Fluktuation erfolgen soll. Gleichzeitig wurde angedeutet, dass weitere Standorte und Geschäftsbereiche betroffen sein könnten.

    Die Ankündigung kommt in einer Zeit erheblicher finanzieller Belastung: ZF verzeichnete 2024 einen Verlust von rund einer Milliarde Euro, was auf Rückstellungen im Rahmen des Umbaus zurückgeführt wird. Die Welt nennt diese Faktoren als Teil des Gesamtdrucks auf den Konzern.

    Die Einigung auf die Maßnahmen ist umstritten: Die IG Metall warnt vor massiven Arbeitsplatzverlusten, Verlagerungen und einer möglichen Zerschlagung von Teilbereichen. Frankfurter Rundschau berichtet über die gewerkschaftlichen Reaktionen und mögliche Konfliktlinien.

    ZF betont, dass der Abbau sozialverträglich erfolgen solle und man mit Arbeitnehmervertretungen in Gespräche treten werde. Ob und wie stark Verwaltungseinheiten betroffen sind, bleibt bislang in vielen Fällen noch nicht präzise öffentlich benannt. Der geplante Stellenabbau zeigt jedoch klar, dass ZF tiefgreifende Strukturveränderungen für die Zukunft des Konzerns vorsieht.

    Weitere Informationen: https://www.igmetall.de/im-betrieb/beschaeftigte-demonstrieren-gegen-stellenabbau-bei-zf

  • Continental kündigt Abbau von 3.000 Stellen bis 2026 an

    Der Automobilzulieferer Continental hat offiziell mitgeteilt, dass bis Ende 2026 weltweit bis zu 3.000 weitere Stellen abgebaut werden sollen. Nach Aussagen des Unternehmens sollen rund 1.450 dieser Positionen in Deutschland wegfallen, vorrangig an Standorten in Hessen und Bayern. Besonders betroffen ist der Standort Nürnberg, der vollständig geschlossen werden soll. ZDF heute berichtet über diese Entscheidung.

    Der Stellenabbau reiht sich in eine bereits laufende Restrukturierung ein: Im Vorjahr hatte Continental bereits angekündigt, in seiner Automotive-Sparte 7.150 Stellen zu streichen, darunter 5.400 Stellen in der Verwaltung und 1.750 in der Entwicklung. Zwischenzeitlich sei dieser Abbau zu 80 bis 90 % umgesetzt worden, so dass die aktuellen Maßnahmen eine zusätzliche Welle darstellen, wie unter anderem Zeit Online und Markt und Mittelstand berichten.

    Continental gibt als Gründe unter anderem den schwächelnden Automobilmarkt, steigende Kosten und den Druck zu Effizienzsteigerung an. Bereits in früheren Meldungen wurde erwähnt, dass in der Verwaltung Kürzungen geplant sind, um die Kostenstruktur zu verbessern und die Forschungsinvestitionen neu auszurichten (FR.de).

    Die neuen Abbaupläne sind Teil eines Gesamtprogramms, mit dem Continental auf die Herausforderungen der Automobilindustrie reagieren will — inklusive Elektromobilität, schwankender Nachfrage und Wettbewerbsdruck. Für die betroffenen Standorte, Mitarbeiter und die regionalen Arbeitsmärkte könnten die Konsequenzen erheblich sein.

    Weitere Informationen: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/continental-stellenabbau-hessen-bayern-standortschliessung-100.html